SAVE THE DATE: DOKVILLE 2023

15. und 16. Juni 2023 in Stuttgart & online

Der vom Haus des Dokumentarfilms veranstaltete Branchentreff DOKVILLE findet auch 2023 wieder hybrid statt. Eine Teilnahme ist in Präsenz und online möglich. 

Details zur thematischen Ausrichtung und Location geben wir voraussichtlich ab Mitte Januar bekannt. Dann startet auch der Ticket-VVK.

Special: DOK Leipzig 2022

Das Haus des Dokumentarfilms (HDF) freut sich, dass DOK Leipzig 2022 in Präsenz stattfinden konnte! Astrid Beyer und Kay Hoffmann vom HDF sowie Anna Leippe, Manuel Laudien und Daniel Schindler von der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg, die dem HDF angegliedert ist, waren vor Ort. Auf dokville.de berichteten wir überwiegend über Branchenthemen, die in Zusammenhang mit DOK Industry stehen. Auf dokumentarfilm.info sind vor allem News rund um die Filme, die im Wettbewerbsprogramm gelaufen sind. 

Call for Entries: Deutscher Dokumentarfilmpreis

Der Hauptpreis ist mit 20.000 € dotiert und wird von SWR und der MFG – Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg hälftig gestiftet. Das Haus des Dokumentarfilms vergibt einen Förderpreis für ein Erstlingswerk. Die Preisverleihung findet zum Abschluss des SWR Doku Festivals (25.-28.7.2023) in Stuttgart statt.

Die Einreichungen können ab sofort bis zum 8. Januar 2023 online erfolgen.
Auf der Seite gibt es alle Details zum Reglement. 

TV-Premiere: „Reeperbahn Spezialeinheit FD65“ („Special Unit 65“)

Bei DOKVILLE 2022 wurde eine Case Study zu „Reeperbahn Special Unit 65“ vorgestellt. Die fünfteilige Doku-Serie thematisiert u. a. die in den 1970er Jahren aufgekommene Wirtschaftskrise und deren Auswirkungen auf das Hamburger Rotlichtviertel St. Pauli. Der Drogen- und Zuhälterkrieg eskalierte dort dermaßen, dass bei der Polizei die „Fachdirektion 65“ ins Leben gerufen wurde, die vom FBI inspiriert wurde. Die Serie feiert am 6. Oktober 2022 beim renommierten Filmfest Hamburg Weltpremiere.

Premiere der 1,5-stündigen Filmfassung fürs Fernsehen: SO, 30.10.22, 21:45 Uhr, ARD. Die fünfteilige Serie ist online first ab 27.10. in der ARD-Mediathek zu finden.

Titelmotiv Reeperbahn Spezialeinheit FD65 (by NDR/gebrueder beetz)
Die Serie wurde im Auftrag des NDR und in Zusammenarbeit mit SWR, WDR und RBB sowie OneGate Media von der gebrueder beetz Filmproduktion entwickelt und realisiert.

Haus des Dokumentarfilms

Veranstalter des Branchentreffs DOKVILLE ist das Haus des Dokumentarfilms (HDF).

Ziel des HDF ist es, den dokumentarischen Film zu fördern. Ein umfassendes Bild des Genres liefern Online-Plattformen wie dokumentarfilm.info und DOKsite, die Kinoreihe DOK Premiere sowie Meisterklassen und Workshops. Dem HDF angegliedert ist zudem die Landesfilmsammlung Baden-Württemberg, ein einzigartiges Archiv für historische Filme aus dem Südwesten (mehrheitlich Amateuraufnahmen sowie Werbefilme).

Mehr über das Haus des Dokumentarfilms finden Sie auf unserer Homepage und in unserer Broschüre, die Sie mit einem Klick aufs Bild rechts runterladen können.

Broschüre

Broschuere_HDF_2022_Cover
Zum PDF-Download einfach anklicken
Filmstill aus "Kinder der Krise": Josephine © Nicola Graef

TV-Premiere: „Wir wollen nicht mehr warten!“ (vormals „Kinder der Krise“) 

Bei dem vom Haus des Dokumentarfilms veranstalteten Branchentreff DOKVILLE berichtete Nicola Graef (Lona•media) 2021 über den Work in Progress an „Kinder der Krise“ (Arbeitstitel). Der von Nordmedia geförderte Dokumentarfilm befragt junge Menschen mit unterschiedlichen Backgrounds dazu, wie sie die zahlreichen Herausforderungen ihrer Zeit bewältigen. 

Sendetermin & Werkstattgespräch zum Film

Unter dem Titel „Wir wollen nicht mehr warten! Die Generation Corona, Klima, Krieg“ feiert der fertige Film seine TV-Premiere am 25.10.22, 00:00 Uhr, im NDR Fernsehen (bis 23.04.2023 in der ARD Mediathek)

Zur Einstimmung empfehlen wir das Werkstattgespräch zwischen DOKVILLE Kuratorin Astrid Beyer und Nicola Graef von Lona•media, das für DOKVILLE 2021 gedreht wurde. 

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Rückblick: DOKVILLE 2022 – „Dokumentarfilm. Investigativ.“

Programmheft. Zum Öffnen anklicken.

Am 23. und 24. Juni 2022 veranstaltete das Haus des Dokumentarfilms seinen jährlichen Branchentreff DOKVILLE im Hospitalhof Stuttgart und online. Im Fokus standen investigative Langformate und Doku-Serien.

Podien widmeten sich aufwändigen Recherchefilmen, der Zusammenarbeit mit Whistleblowern, Faktenchecks, Fake News und Propagandalügen und schließlich der ­Finanzierung investigativer Doku-Formate. Am ersten Tag waren Case Studies zu den Dokfilmen „Hinter den Schlagzeilen“, „Auf der Spur des Geldes“ „#Dieselgate“ und „Wirecard – Die Milliardenlüge“ eingeplant. Der zweite Tag stellte neue Doku-Serien wie „Reeperbahn Special Unit 65“ und „Sie musste sterben“ zur Diskussion. Daniel Harrich (u. a. „Bis zum letzten Tropfen“) war Special Guest des Formats „Im Gespräch mit …“ . Das Programm wurde von Astrid Beyer (Haus des Dokumentarfilms) kuratiert. 

Impressionen, Hintergründe und mehr gibt’s hier:

DOKVILLE Fotogalerien

Hier finden Sie eine Auswahl der schönsten Fotos sowie Nachberichte zu den Panels, Vorträgen und Case Studies.
Alle Fotos © Günther Ahner/HDF, sofern nicht anders angegeben.

DOKVILLE Tag 1

DOKVILLE Tag 2

Beiträge zu DOKVILLE 2022

Franz Böhms „Dear Future Children“ ab Oktober bei Netflix

Die Erfolgssträhne des Dokumentarfilms über globale Jugendbewegungen reißt nicht ab: Über 27.000 Menschen haben ihn bereits im Kino gesehen, u. a. bei der vom Haus des Dokumentarfilms veranstalteten DOK Premiere. Beim SWR Doku Festival 2022 gewann „Dear Future Children“ ex aequo mit „Herr Bachmann und seine Klasse“ von Maria Speth den Deutschen DokumentarfilmpreisAb dem 14. Oktober 2022 ist der Film nun auch auf Netflix – für Böhm ein „außergewöhnlicher Meilenstein für das Projekt“.

Beim diesjährigen Branchentreff DOKVILLE berichtete Franz Böhm über die Recherche und den Dreh von „Dear Future Children“, die mit großen Risiken und Herausforderungen verbunden waren.

➝ zum Artikel: Insider und Filmeschaffende als Zielscheibe

Berufsverband der „German Researchers und Archive Producers e.V.“ (GRAP) gegründet

Am 15. September 2022 wurde GRAP als Interessenvertretung von Researchern und Archive Producern in Deutschland ins Leben gerufen.

Der Verband hat es sich laut eigener Aussage zur Aufgabe gemacht, die Zukunft der Profession auf einer gemeinsamen Plattform zu gestalten, den Austausch innerhalb der Berufsgruppe zu ermöglichen und damit die branchenübergreifende Vernetzung zu fördern. Michael Konstabel (3. v. l.), Monika Preischl (4. v. l.) und Julian Nindl (5. v. l.) wurden zu Vorstandsmitgliedern gewählt. 

GRAP stellt sich im Rahmen des DOK Archive Market am 20. Oktober 2022 bei DOK Leipzig vor; Mitglieder bieten an diesen Tag auch kostenfreie Projektberatungen an. 

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Screenshot aus einem Schnitt-Programm

Braucht der Dokumentarfilm eine separate Postproduktionsförderung?

Bundesverband Filmschnitt und Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm planen Workshop mit MFG-Filmförderung im November 2022

Die Qualität von Dokumentarfilmen wird maßgeblich durch ihren Schnitt geprägt. Aus oftmals hunderten Stunden Rohmaterial entsteht im Schneideraum die filmische Erzählung mit ihrer Dramaturgie, Gestaltung und Haltung. Deshalb ist die Montage essenziell für den Erfolg dieser Filme. Doch gerade am Ende einer Produktion geraten viele Produzent:innen unter finanziellen Druck. Das wirkt sich gerade in den Budgets für den Schnitt aus, stellt der Bundesverband Filmschnitt (BFS) in seiner Untersuchung zu Arbeitszeiten und Vergütung beim Dokumentarfilm fest, die er bei DOKVILLE 2021 vorstellte. Eine chronische Unterbezahlung von Editor:innen beim langen, unformatierten Dokumentarfilm sei die Folge. Aus der Untersuchung hat der BFS ein Forderungspapier entwickelt. 

Mit der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) sowie der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) möchte der Verband die oft prekären Arbeitsbedingungen von Editor:innen verbessern. Dabei stellen sich Fragen nach bspw. der Kalkulation und wie die Postproduktion sinnvoll gefördert werden könnte.

Geplant ist ein Online-Treffen der drei Institutionen (AG DOK, BFS, MFG) Anfang 2023.

Highlights der vergangenen DOKVILLE Ausgaben

Unser Rückblick enthält die Höhepunkte unseres Branchentreffs, der seit 2005 stattfindet, darunter zahlreiche Videos von Panel-Diskussionen und Interviews, Keynotes und Hintergrundartikel. 

„Das Hamlet-Syndrom“ in Locarno ausgezeichnet

Elwira Niewiera und Piotr Rosołowski haben den Hauptpreis der Semaine de la critique in Locarno für „Das Hamlet-Syndrom“ erhalten! Diese wird vom schweizerischen Verband der Filmjournalisten in Zusammenarbeit mit dem Direktor und den Organisatoren des Filmfestivals von Locarno (3. bis 13.8.22) kuratiert. Sie hat eine eigene Jury und vergibt mehrere Preise. Die polnisch-deutsche Produktion (mit SWR/Arte) wurde bereits im Frühjahr mit dem vom Haus des Dokumentarfilms gestifteten Roman Brodmann Preis für einen herausragenden politischen Dokumentarfilm gewürdigt. 

Hintergründe zu „Das Hamlet-Syndrom“

In „Das Hamlet-Syndrom“ konfrontieren sich fünf Frauen und Männer in einer Theaterinszenierung in Kyiv mit den teils traumatischen Gewalterfahrungen der „Generation Maidan“. Der Dokumentarfilm wurde kurz vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine fertiggestellt und ist heute aktueller denn je. 

Frank Rother hat mit den Filmschaffenden über ihre Arbeit und Intention gesprochen. Das Video wurde für DOKVILLE 2022 produziert.